Die Krise der drei Automobilhersteller und Obama
Werden die drei Grossen gerettet? Bis zur Amtseinführung Obamas muss lame duck Bush Entscheidungen treffen. Doch eines zeichnet sich ab: Auch der künftige US-Präsident Barack Obama forderte Staatsgelder für die US-Autobranche. Das Scheitern des 14 Mrd. schweren Rettungsplans im Senat sei enttäuschend, betonte Obama am Freitag in einer Stellungnahme. Auch er sei frustriert über „Jahrzehnte des Missmanagements“ in der Autobranche, das Ursache für die derzeitige Krise sei. Diese Praxis dürfe weder „fortgesetzt noch belohnt“ werden. Dennoch sei im Interesse von Mio. amerikanischer Arbeitnehmer und ihrer Familien sowie wegen der notwendigen Stabilisierung der Wirtschaft eine Rettung der Branche erforderlich. Parteiquerelen dürften das nicht verhindern.
GM und Opel hatten gewarnt, sie bräuchten Milliarden-Hilfen noch im Dezember. Es ist unklar, wie lange das Geld bei ihnen noch reicht. GM engagierte laut einem Zeitungsbericht bereits Insolvenzberater. Der Autobauer kürzte inzwischen seine Produktion im ersten Quartal 2009 um 250 000 Fahrzeuge. Der Schritt sei eine Konsequenz aus dem Kollaps der Nachfrage auf dem Heimatmarkt, teilte der Konzern am Freitag mit. Damit werde die Produktion in dem Vierteljahr im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent sinken. Der Zugriff auf das 700 Mrd. Dollar schwere Rettungspaket für die Finanzbranche ist die größte Hoffnung für die Autobauer. Ford, der dritte große US-Autobauer, gilt vorerst als etwas weniger gefährdet.
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